Bekommen von Renaldo: Fünf Dinge, die er nicht von mir weiß. Oder die man nicht von mir weiß? - Ja, was denn nun? Das ist schließlich ein entscheidender Unterschied, denn er weiß schon 'ne Menge Dinge, die andere nicht wissen. - Na gut, ich will keine Atome spalten und auch nicht kneifen:
1.)
Ich bin benannt nach einen Pferd. Ernstlich, ja. Ich habe außer Stefanie noch die Vornamen Carolin und Lieselotte. Carolin fand mein Vater hübsch, meine Mutter war für Stefanie. Weil sie sich nicht einigen konnten, fragten sie meine 6jährige Schwester (sic!) nach ihrer Meinung. Die hatte gerade einen Narren gefressen an einem Gaul im Dorf mit Namen Lieselotte. Ganz toll! In der Grundschule war dieser Name mein bestgehütetes Geheimnis. (Als ich es dann doch meiner besten Freundin anvertraute, lernte ich auch meine erste Lektion in Sachen Verrat, aber das ist eine andere Geschichte...)
2. a)
Ich habe eine absurde Schwäche für Macho-Getue, überhaupt für arrogante Männer. Vermutlich hängt das eng mit Punkt 2. b) zusammen.
2. b)
Provokationen sind für mich ein Schlüsselreiz. Auf sie nicht einzugehen, kostet mich enorme Kraft. Es ist ein wenig, als leide ich unter dem Zwang, jeden Federhandschuh, der irgendwo hingeworfen wird, aufzuheben. (Manche Menschen irritiert das zuweilen, wenn ich plötzlich auf sie los gehe, obwohl sie nur ein Taschentuch verloren haben.)
3.)
Die meisten Menschen, mit denen ich täglich umgehe, haben keine Ahnung davon, dass ich durch meine ehrenamtliche Tätigkeit und meine eigene Biographie einen sehr starken Bezug habe zu Depression, Suizid, Autoaggression, sexueller Gewalt, Missbrauch, Alkoholismus und ähnlichen Abgründen.
4.)
In meinem Kopf schwirrt ein Roman umher schon seit vielenvielenvielen Jahren. Ich weiß nicht, ob ich ihn je niederschreiben werde. Einmal habe ich begonnen und hatte den perfekten ersten Abschnitt. Naja, die Festplatte ist dann hops gegangen. Schicksal? - Vielleicht habe ich zuviel Angst vorm Scheitern, um es ernsthaft anzugehen.
5.)
Da mir Musik sehr viel bedeutet, bedaure ich es tief, dass ich kein Instrument spiele und habe die Vorstellung, eines Tages, irgendwann, doch noch Klavier spielen zu lernen.
Und nun? Jetzt wirft man dieses Stock-Ding weiter, oder wie? Ok, von Petros, Gedanquill, Marianne, Dirk, Uwe und der Nomadin wüsste ich gerne mehr. Ob und wie die das in ihren z.T. rein lyrischen Blogs anstellen, bin ich mal gespannt.
