über mich
gestolpert
kurz taxiert
im vorübergehen
gestreichelt
kätzchen, explosiv
geschnurrt
gehadert
gekratzt
geschmiegt
vertraut verweilt
ein weilchen nur
nun sitzt es verlassen
leckt sich das pfötchen, maunzt
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2015-10-01
2015-09-26
von gewicht
mit steineschleppen erkämpfe ich
mir leichtigkeit
kieselhüpfend am seenspiegel
kaltwärts schritt für schritt hand in hand
drifte ab ins seichte und erschrecke:
zu schwerelos
zu flüchtig der moment
im fremden raum
das ich nur mehr ein zufall
im gegenüber
zur skizze verblasst
flüchte ich in mein zimmer
spieglein spiegeln
finde wieder boden
und gewicht
mir leichtigkeit
kieselhüpfend am seenspiegel
kaltwärts schritt für schritt hand in hand
drifte ab ins seichte und erschrecke:
zu schwerelos
zu flüchtig der moment
im fremden raum
das ich nur mehr ein zufall
im gegenüber
zur skizze verblasst
flüchte ich in mein zimmer
spieglein spiegeln
finde wieder boden
und gewicht
2008-10-05
frau auf dem hügel
im zeitenzerfledderten aschehaar jaulen die stürme
die irden schwere luft hebt sich um dich empor
noch ist der moment nicht gekommen, francesca
die faust in die kälte zu öffnen den segen zu sprechen
mit nacktem fuße tratest du auf hart gedörrten schlamm
es streckte sich das dorngestrüpp nach deinen knöcheln
noch war da der weg nicht vollendet, francesca
die stille in schranken zu treiben den kies zu schleifen
nun stehst du fest, frau auf dem hügel, und es windet sich der tag
noch klammert sich das laub doch wird es fallen
wie jener dich noch halten und dir folgen will
die farben beten dich an, francesca, schwarzbeeren vor rostrotem rauschen
die irden schwere luft hebt sich um dich empor
noch ist der moment nicht gekommen, francesca
die faust in die kälte zu öffnen den segen zu sprechen
mit nacktem fuße tratest du auf hart gedörrten schlamm
es streckte sich das dorngestrüpp nach deinen knöcheln
noch war da der weg nicht vollendet, francesca
die stille in schranken zu treiben den kies zu schleifen
nun stehst du fest, frau auf dem hügel, und es windet sich der tag
noch klammert sich das laub doch wird es fallen
wie jener dich noch halten und dir folgen will
die farben beten dich an, francesca, schwarzbeeren vor rostrotem rauschen
2008-07-03
ewige tage lang
modelliere ich den klang deines namens aus staubkörnen
flechte zöpfe aus spinnweben und segne sie mit seufzern
streiche die schatten glatt, lege sie mir um die kühlen schultern
schleiche umher zwischen trübe gewordenen glasscheiben
ewige tage lang
starre ich das gewicht deiner hände an die wand
beschwöre das feuer mit steinernen lidern
bereite zerschlissene betten, verliere mich in die nacht
buchstabiere unser versprechen in den erschöpften schlaf
flechte zöpfe aus spinnweben und segne sie mit seufzern
streiche die schatten glatt, lege sie mir um die kühlen schultern
schleiche umher zwischen trübe gewordenen glasscheiben
ewige tage lang
starre ich das gewicht deiner hände an die wand
beschwöre das feuer mit steinernen lidern
bereite zerschlissene betten, verliere mich in die nacht
buchstabiere unser versprechen in den erschöpften schlaf
2008-06-06
2008-04-22
2008-04-16
klagemut
I
kommt ihr weiber
helft mir klagen
nur wehgeschrei
kann jetzt noch rettung bringen:
wildes greinen haare raufen kleider reissen
viel zu lange
liegt archaisches verscharrt
an der schweigenden mauer des anstands
kommt doch weiber
müsst mir helfen graben
II
oh mädchen ihr mädchen
weinet um mich
ein trauriges rätsel
gebt acht hab ich euch:
süßer vogel bist nie gewesen doch längst vorbei
hier geblieben
was springt ihr so albern umher
auf den täuschenden plätzen der fröhlichkeit
weinet doch mädchen
unnützes gesindel
III
wappnet euch männer
mich zu beschützen
ein giftmonster
habt ihr noch nicht bezwungen:
bittergall rinne durch eure kehlen ein violettes verstummen
viel zu bange
seine nähe macht euch das atmen schwer
in den nasskalten finsterhöhlen die uralte nacht
höret doch männer
meine geschichte
unwiederbringlich
verloren verloren
kommt ihr weiber
helft mir klagen
nur wehgeschrei
kann jetzt noch rettung bringen:
wildes greinen haare raufen kleider reissen
viel zu lange
liegt archaisches verscharrt
an der schweigenden mauer des anstands
kommt doch weiber
müsst mir helfen graben
II
oh mädchen ihr mädchen
weinet um mich
ein trauriges rätsel
gebt acht hab ich euch:
süßer vogel bist nie gewesen doch längst vorbei
hier geblieben
was springt ihr so albern umher
auf den täuschenden plätzen der fröhlichkeit
weinet doch mädchen
unnützes gesindel
III
wappnet euch männer
mich zu beschützen
ein giftmonster
habt ihr noch nicht bezwungen:
bittergall rinne durch eure kehlen ein violettes verstummen
viel zu bange
seine nähe macht euch das atmen schwer
in den nasskalten finsterhöhlen die uralte nacht
höret doch männer
meine geschichte
unwiederbringlich
verloren verloren
spiralgewalten
etwas
hat mich
verwunschen
zieht mich
zieht
so folge ich
haltlos
dir gekrümmter weg
fliege in dir
quälender sog
falle in dich
endlos zwingende flucht
blutig rote perspektive
singt mir von liebe und lust
hyänen
bringt mir den tod
tangenten
ruft mich der wirbelnde kreis
der gefangenenchor
von siebzig augen
von hundert zungen
von zahllosen gliedern
schwärzer
mein atem
schwächer
mündet
ins niemals
hat mich
verwunschen
zieht mich
zieht
so folge ich
haltlos
dir gekrümmter weg
fliege in dir
quälender sog
falle in dich
endlos zwingende flucht
blutig rote perspektive
singt mir von liebe und lust
hyänen
bringt mir den tod
tangenten
ruft mich der wirbelnde kreis
der gefangenenchor
von siebzig augen
von hundert zungen
von zahllosen gliedern
schwärzer
mein atem
schwächer
mündet
ins niemals
2008-02-21
wiederbegegnung
wie bestaunte ich an dir
den männerkörper
du, meine erste frau
am nächsten morgen
scham und verhüllen
exaltierte schöne
mit dem wilden schwarzen blick
wir zergrübelten unser ich
krümelten in den resten
unserer tönernen persona
brachten uns aus der balance
introvertiert
klang krank in unsren ohren
wir experimentierten mit begriffen
der salonlinken und der psychonanalyse
kinder noch die wir waren
aber immer immer wußte ich doch
deinem kopfwerfenden gelächter zum trotz
um deine zartheit
die du hütetest
verleugnetest
in dieser linkischen schüchternheit
war eine irdene eleganz
urmütterlich fast
zu der ich es nie gebracht
die frei gelegt werden wollte
und es will bis heute
unterdessen mir
deine weichheit
bunte spuren unter die haut kratzte
den männerkörper
du, meine erste frau
am nächsten morgen
scham und verhüllen
exaltierte schöne
mit dem wilden schwarzen blick
wir zergrübelten unser ich
krümelten in den resten
unserer tönernen persona
brachten uns aus der balance
introvertiert
klang krank in unsren ohren
wir experimentierten mit begriffen
der salonlinken und der psychonanalyse
kinder noch die wir waren
aber immer immer wußte ich doch
deinem kopfwerfenden gelächter zum trotz
um deine zartheit
die du hütetest
verleugnetest
in dieser linkischen schüchternheit
war eine irdene eleganz
urmütterlich fast
zu der ich es nie gebracht
die frei gelegt werden wollte
und es will bis heute
unterdessen mir
deine weichheit
bunte spuren unter die haut kratzte
2007-12-08
STRUKTUR POSITIV
*****ATMEN*****
*****************
*V**erstehen**V*
*E **ntlasten** E*
*R ***eiben*** R*
*W **ärmen** W*
*U**mfangen**U*
*R ***uhen*** R*
*Z **utrauen** Z*
*E**rfrischen**E*
*L ***ieben*** L*
*N***ähren*** N*
*****************
*H *eimkehren*H*
*I**nnehalten**I*
*E ***rlösen*** E*
*R*itualisieren* R*
*****************
***** JETZT *****
*****************
*V**erstehen**V*
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***** JETZT *****
2007-12-07
struktur negativ
m
mon
mono
monoto
monoton
monotoni
monotonie
monotoniet
monotonietä
monotonietät
monotonietäte
monotonietäten
monotonietätent
monotonietätentu
monotonietätentum
mon
mono
monoto
monoton
monotoni
monotonie
monotoniet
monotonietä
monotonietät
monotonietäte
monotonietäten
monotonietätent
monotonietätentu
monotonietätentum
2007-08-13
2007-07-01
zeitensprung
das kind in dem haus will allein sein
das kind ist schon groß
das kind zieht sich am liebsten zurück
und schaut den käfern zu
es versteckt sich auch gerne
im kleiderschrank
den kann man von innen verschließen
obwohl der schlüssel aussen steckt
wenn man clever genug ist.
wenn es mal groß ist
wird es unwiderstehlich sein
und klug und schön und stark
vielleicht auch ein bisschen grausam
das würde sich gut machen.
die nymphe voll wut will zerstörung
die nymphe wittert blut
die nymphe sprengt geübt das geschehen
mit leichter hand
wirft ein paar gläser um
und ruft zum wilden kampf
den sieg genießt sie in eile
dann stürmt sie davon
wieder unbefriedigt.
das kind hat es satt kind zu sein
es spielt jetzt erwachsen
das fällt erst leicht dann immer schwerer
wieder kind werden
findet es aber peinlich.
die nymphe hat es satt nymphe zu sein
sie hat ein dilemma
wer soll sie sein wenn nicht die die sie ist
die alte frau im schaukelstuhl
ist noch nicht in der welt.
das kind ist schon groß
das kind zieht sich am liebsten zurück
und schaut den käfern zu
es versteckt sich auch gerne
im kleiderschrank
den kann man von innen verschließen
obwohl der schlüssel aussen steckt
wenn man clever genug ist.
wenn es mal groß ist
wird es unwiderstehlich sein
und klug und schön und stark
vielleicht auch ein bisschen grausam
das würde sich gut machen.
die nymphe voll wut will zerstörung
die nymphe wittert blut
die nymphe sprengt geübt das geschehen
mit leichter hand
wirft ein paar gläser um
und ruft zum wilden kampf
den sieg genießt sie in eile
dann stürmt sie davon
wieder unbefriedigt.
das kind hat es satt kind zu sein
es spielt jetzt erwachsen
das fällt erst leicht dann immer schwerer
wieder kind werden
findet es aber peinlich.
die nymphe hat es satt nymphe zu sein
sie hat ein dilemma
wer soll sie sein wenn nicht die die sie ist
die alte frau im schaukelstuhl
ist noch nicht in der welt.
2007-03-27
aufbruch
verborgen im gemäuer meiner selbst
plane ich ein neues leben
eichhörnchengleich
trage ich zusammen
beutestück für beutestück
um von einem jeden
sogleich wieder
abschied zu nehmen durch vergraben
der austritt aus dem dickicht
will wohlüberlegt sein
ein zögern zur falschen zeit
könnte mir leicht
das genick brechen
plane ich ein neues leben
eichhörnchengleich
trage ich zusammen
beutestück für beutestück
um von einem jeden
sogleich wieder
abschied zu nehmen durch vergraben
der austritt aus dem dickicht
will wohlüberlegt sein
ein zögern zur falschen zeit
könnte mir leicht
das genick brechen
2007-03-26
abkehr von der schmerzenswelt
"mein einziges talent war von jeher
die sehnsucht" (p. handke)
adé
ihr liebgewonnenen
hyänen
euer geheul war mir klaviatur
verführerischer dunkelsirup
bittersüß
ich kostete und liebte deine tropfen
dornenzähne
in deren leidenschaftlich bissen ich mich gern
verfing
eure welt war mir herzschlag
eurer kameradschaft regeln
mein blut
nun schlüpfe ich aus meiner
schlangenhaut
fürchte
es werde licht
die sehnsucht" (p. handke)
adé
ihr liebgewonnenen
hyänen
euer geheul war mir klaviatur
verführerischer dunkelsirup
bittersüß
ich kostete und liebte deine tropfen
dornenzähne
in deren leidenschaftlich bissen ich mich gern
verfing
eure welt war mir herzschlag
eurer kameradschaft regeln
mein blut
nun schlüpfe ich aus meiner
schlangenhaut
fürchte
es werde licht
2007-02-16
du mir
findest mich in kalten engen kammern
beinah entschlafen
legst mir sanft den wattemantel um
und hauchst mir leben ein
streichst mir hoffnung auf die haut
tropfst mir liebe in die augen
mit deiner fest entschlossenen hand
und scheuchst die schatten fort
umspielst meine mundwinkel
mit weichen wellen
federst meinen schritt:
sonne, sieh!
beinah entschlafen
legst mir sanft den wattemantel um
und hauchst mir leben ein
streichst mir hoffnung auf die haut
tropfst mir liebe in die augen
mit deiner fest entschlossenen hand
und scheuchst die schatten fort
umspielst meine mundwinkel
mit weichen wellen
federst meinen schritt:
sonne, sieh!
2007-01-28
terroristin
ich töte dich!
10.000 mal! (Nina Hagen)
10.000 mal! (Nina Hagen)
rennen
rennen
rennen
ungeahnte ausdauer
der feind ist mächtig
das ist gewiss
mein schritt
muss getan sein
ehe deiner geplant
denken
denken
denken
lese deine gedanken
ahne deine kniffe
schlage deine haken
kenne dich fremder
besser als mich selbst
töten
töten
töten
nach all den jahren
wird unklar
wer wen verfolgt
nur eine alternative:
ausrutschen
im eigenen blut
2007-01-09
berührt geführt
ein ächzen
von splitterndem holz
und da!
schon wieder!
die festung längst gefallen.
purzeln die bauern kopflos.
steht die dame schief im wind.
kein könig in sicht.
da muss sie alleine durch.
halt ein!
was soll das werden?
die schachbretterne seele
zu spalten mit der axt?
unsinniger ordnungswahn
das klassische muster
zu zerstören.
von splitterndem holz
und da!
schon wieder!
die festung längst gefallen.
purzeln die bauern kopflos.
steht die dame schief im wind.
kein könig in sicht.
da muss sie alleine durch.
halt ein!
was soll das werden?
die schachbretterne seele
zu spalten mit der axt?
unsinniger ordnungswahn
das klassische muster
zu zerstören.
2006-12-21
glasglocke
der betriebsamkeit
der selbstverständlichkeit
dem unbezweifelten
zuschauen
imaginieren
es gäbe nicht
diese wand
wie es wäre
was sich täte
wie es sich anfühlte
ist doch kühl und hart
ist doch grell und klar
ist doch einsam darinnen
der selbstverständlichkeit
dem unbezweifelten
zuschauen
imaginieren
es gäbe nicht
diese wand
wie es wäre
was sich täte
wie es sich anfühlte
ist doch kühl und hart
ist doch grell und klar
ist doch einsam darinnen
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